Magda Langhans: Als eine Hamburger Kommunistin Frauengeschichte schrieb

langhans21Veröffentlicht in der Broschüre “Frauen der ersten Stunde – 70 Jahre freigewählte Bürgerschaft nah der NS-Zeit”, Landeszentrale für politische Bildung, Hamburg

„Du warst als Kind der Arbeiterklasse nie auf Rosen gebettet.“, heißt es in einem Glückwunschschreiben zu ihrem 50. Geburtstag 1953. Das war mehr als eine Floskel: Magda Kelm, spätere Langhans, Älteste von sieben Geschwistern, war als Arbeiterkind vom Dulsberg – einem der kleinsten und ärmsten Stadtteile Hamburgs – in der Tat nicht auf Rosen gebettet. Der Vater starb früh an Tuberkulose. Magda Kelm arbeitete als Jugendliche in einer Weinhandlung und als Küchenhilfe. Später wurde sie Buchdruck-Anlegerin. Magda wollte mehr. Sie wollte die Verhältnisse verändern und wurde früh zum politischen Menschen. Mit 18 Jahren trat sie in die Gewerkschaft ein, sechs Jahre später in die KPD. 1930 studierte sie ein Jahr lang in Moskau an der internationalen Leninschule. Sie kandidierte für die Hamburgische Bürgerschaft und gehörte ihr von 1931-33 und 1946-53 an. Mehr lesen