Kersten Artus

Journalistin

17. August 2017
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Sexuelle und reproduktive Gesundheit für schwangere geflüchtete Frauen

Das Modellprojekt Fachdialognetz hat Mitte Juli 2017 seine Arbeit aufgenommen. Ein Bericht vom Hamburger Standort

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Seit 1. Mai arbeitet Kerstin Erl-Hegel für pro familia Hamburg. Davor war die 54-jährige Sozialarbeiterin im Jugendamt tätig, leitete 14 Jahre lang die Elternschule am Grindel. Über zwei Jahre wird sie ein Fachdialognetz entwickeln, das Fachleuten und ehrenamtlich Engagierten helfen soll, schwangere geflüchtete Frauen besser zu unterstützen. Sie baut zusammen mit sieben weiteren Fachkoordinator*innen – die an anderen pro-familia- Standorten bundesweit tätig sind – eine Datenbank auf, die Expertinnen und Experten sowie lokale Beratungsangebote und Einrichtungen mit ihren Kompetenzen listen wird.

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13. August 2017
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Von einer Trennung

Auch veröffentlicht auf diesem Blog

In Gedanken hatte ich diesen Text bereits oft geschrieben. Und wusste gleichzeitig, wenn ich eines Tages den Laptop aufklappe und das Schreibprogramm starte, werden mir die Worte fehlen. Wie schreibe ich auf, was so schwer zu erklären ist? Was ich mir eigentlich selbst nicht erklären kann? Über ein Phänomen, von dem ich nicht wusste, dass es das geben kann. Allein das Wort finde ich unpassend. Mir einzugestehen, dass es mir passiert ist. Es kam mir falsch vor und war nicht eingeplant. Weil ich die Verbindung von Liebe und Verantwortung ernst nehme. Weil ich diesbezüglich ein treuer Mensch bin. Weil ich mein Leben lang immer glücklich war, mit einer Katze zusammen leben zu dürfen. Weil ich mir nicht vorstellen konnte, dass das, was einem mit menschlichen Partnern ja durchaus passieren kann, sich zu trennen, weil man sich nicht mehr liebt, auch mit einem Tier passieren kann. Weiterlesen →

12. Juli 2017
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Gender Budgeting – warum es so gerne vergessen wird

Bereits 2008 wollte die Hamburgische Bürgerschaft die Einführung eines Gender Budgeting prüfen lassen. Aber obwohl die Grünen mitregierten, tat sich nichts. Im Gegenteil: Grüne, CDU und auch die SPD lehnten in geschlossener Front einen Antrag der LINKEN, Gender Budgeting einzuführen, ab. Dabei hatte dieser entlarvt, dass der Senat zwar schriftlich zugesagt hatte , sich mit der Machbarkeitsstudie der Bundesregierung zu befassen und die Bürgerschaft darüber zu unterrichten, sie aber nicht eingehalten. Was aber keinen interessierte, auch die männlich geprägte Lokalpresse nicht.

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1. Juli 2017
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Urlaub mit den Enkeln – anstrengend schön

Ich habe schon oft Paare gesehen, die mit kleinen Kindern, die ganz offenbar ihre Enkelkinder gewesen sind, Urlaub machten. Ich habe mir bislang wenig dabei gedacht, außer dass es eben Großeltern mit ihren Kindeskindern sind. Das ist jetzt vorbei. Denn wir haben das erste Mal Urlaub mit unseren beiden Enkeln gemacht. Bitte: Wenn Sie künftig Menschen mit kleinen Kindern sehen, die ganz offenbar die Großeltern dieser Kinder sind, seien Sie aufmerksam. Seien Sie freundlich. Seien Sie zugewandt. Schauen Sie so, dass diese Menschen das Gefühl bekommen, dass sie gerade etwas ganz Außergewöhnliches machen. Weiterlesen →

21. Juni 2017
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Gleichstellung im Bundestag: Sprint, Marathon oder Schneckenspur??

Wir befinden uns am Ende der 18. Wahlperiode des Deutschen Bundestages. In weniger als 100 Tagen wird der Bundestag neu gewählt. Während die Satirepolitsendung „Heute Show“ bereits in der Sommerpause ist, werden im Reichstag noch die Geschicke des Landes gelenkt. Ich bin seit April Teil der linken Opposition, betrachte die Politik nunmehr aus der Sicht einer Mitarbeiterin einer Bundestagsabgeordneten. Eine spannende Perspektive. Nicht so stressig wie als Abgeordnete selbst, aber nicht viel weniger vielfältig. Hier eine Presseerklärung, da ein Grußwort, eine Einschätzung zu einer Gesetzesinitiative. Ein Webvideo. Und nun das erste Mal bei einer Sitzung des Bundestages dabei. Beobachterin. Weiterlesen →

23. März 2017
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Alles bleibt in Bewegung

Es ist zwei Jahre her, dass sich mein Leben grundlegend veränderte. Ich betrat einen Weg, bei dem mir weder klar war, wo er endete, noch welche Abzweigungen, Brücken, Stolpersteine mir begegnen würden. Ich war mir nur in einem sicher: Um das nächste Etappenziel meines Lebens – gute Arbeit, die mich zufrieden und glücklich macht – zu finden, galt es, neue Herausforderungen zu meistern. Das geschah nicht ganz freiwillig, wie viele wissen. Weiterlesen →

11. März 2017
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Momente aus dem frühen Familienleben

Als meine Kinder noch klein waren, bin ich Leserin von spielen und lernen gewesen. Das war eine Elternzeitschrift, die Eltern aktiv und vor allem ernsthaft  in ihr journalistisches Konzept miteinbezogen hat. Anfang der 1990er Jahre habe für das Blatt geschrieben, also vor meiner hauptberuflichen Laufbahn als Journalistin. Und so sind Momente aus dem Leben unserer Familie dokumentiert, an die wir uns vielleicht nicht mehr erinnern würden. Weiterlesen →

20. Februar 2017
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Gesund werden mit dem KOPP-Verlag?

Auf der Suche nach neuen Erkenntnissen, Teil 1

Ihre Gesundheit ist den meisten Menschen wichtig. Hätten sie drei Wünsche frei, würden sich 58% von der guten Fee Gesundheit wünschen, lautet das Ergebnis einer Umfrage. Schade, dass es die gute Fee nicht gibt. Sie würde den Wunsch nach Gesundheit nämlich auch kostenlos erfüllen. Schwuppdiwup und schon wäre es passiert.

Der Glaube an die gute Fee ist bei Erwachsenen nicht mehr ausgeprägt – und so geben sie eben Geld aus, damit sich der Wunsch nach Gesundheit erfüllt. Erst recht, wenn man von einer lebensbedrohlichen Krankheit heimgesucht wurde, etwa Krebs. Knapp eine halbe Million Krebsneuerkrankungen gibt es jedes Jahr. Dass eine Krebsdiagnose heute längst kein Todesurteil mehr bedeutet, ist bei vielen offenbar noch nicht angekommen. Dass der Anstieg an Krebserkrankungen vor allem an der insgesamt längeren Lebenserwartung und genaueren Diagnoseprogrammen liegt, ebenfalls nicht. Dass ein Drittel aller Krebserkrankungen auf persönliches Verhalten etwa wie Nahrungsaufnahme und Genussmittelkonsum (Rauchen/Alkohol) zurückzuführen ist, mögen manche auch nicht wahrhaben. Immer noch werden Krebs schicksalshafte Ursachen zugeschrieben. Oder charakterliche. Genauso sieht es bei den Heilungschancen aus. Die Folge ist: Mit Erkrankten lässt sich viel Geld verdienen – nur leider ohne dass sich die Erwartungen erfüllen. Weiterlesen →

2. Februar 2017
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Bewerbungsverweigerung

Ich suche einen Job. Einen, von dessen Gehalt ich meine Miete zahlen kann, meine Versicherungen, notwendige Einkäufe. Ich suche aber auch nicht irgendeinen Job. Am liebsten würde ich bei einer NGO arbeiten. Oder in einem Unternehmen, das Soziales als Geschäftsziel hat. Beworben habe ich mich bei knapp zwei Dutzend Betrieben. Drei Vorstellungsgespräche sind dabei bislang herausgekommen, also ziemlich mager. Bin ich zu alt, zu teuer, zu links? Keine Ahnung. Ein ehrliches Feedback bekommst Du nicht. Aber immer alle guten Wünsche für die berufliche Zukunft. Weiterlesen →