Kersten Artus

Journalistin, Veranstaltungsmoderatorin, Öffentlichkeitsarbeiterin, Trauerrednerin

Momente aus dem frühen Familienleben

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Als meine Kinder noch klein waren, bin ich Leserin von spielen und lernen gewesen. Das war eine Elternzeitschrift, die Eltern aktiv und vor allem ernsthaft  in ihr journalistisches Konzept miteinbezogen hat. Anfang der 1990er Jahre habe für das Blatt geschrieben, also vor meiner hauptberuflichen Laufbahn als Journalistin. Und so sind Momente aus dem Leben unserer Familie dokumentiert, an die wir uns vielleicht nicht mehr erinnern würden.Der erste erschien 1991 und befasst sich mit dem Thema Nacktheit. Ich habe mich mit dem Schamgefühl befasst. Ich habe erlebt, wie die Mechanismen funktionieren, die dafür Sorge tragen, das es ihnen viel zu früh eingebläut wird. Wir sind bereits damals in einer Minderheitenposition gewesen. Heute überschatten ja nicht nur Pädophilie sondern auch noch Kinderpornos die konstruktive und notwendige Debatte um Kindernacktheit. Lesen

In dem zweiten Beitrag beschreibe ich, wie meine Tochter weitere Geschwister aus ihrer Phantasiewelt in ihre Realität hineinholt. Ich war fasziniert davon und habe erst durch viele LeserInnenbriefe, die ich erhielt, mitbekommen, dass das Phänomen gar nicht so selten ist. Wir haben ihr diese Illusion immer gelassen und hatten viel Freude daran, wie clever sie sich geistig den Ängsten im jungen Leben stellte. Bis heute finde ich es tragisch, wenn Erwachsene die Phantasie von Kindern durch unüberlegte Kommentare vernichten. Lesen

Der dritte Beitrag beschreibt den ersten Ausflug meiner Kinder und wie es mir damit ging. Und wieder einmal war ich im Nachhinein froh, dass uns die Freiheit unserer Beiden immer wichtiger gewesen ist als Kontrolle – auch wenn es oft genug schwer fiel, loszulassen und laufenzulassen. Ich glaube, es war ein Vorteil, dass ich eine sehr junge Mutter gewesen bin und nicht die Ängstlichkeit älterer Frauen in mir trug. Ich merke heute, dass ich bei meinem dreijährigen Enkel über alle möglichen Gefahren nachdenke und oft völlig absurde Visionen habe, was ihm alles passieren könnte. Die Kraft der Gedanken mag bei Kindern eine wesentliche Rolle spielen. Erwachsene sollten damit vorsichtig sein. Lesen

Die Zeitschrift spielen und lernen wurde 2013 leider eingestellt.

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