Hammonia 2025

Eva Burgdorf, Vorsitzende des Landesfrauenrats, überreicht die Hammonia. Im Hintergrund: Kristina Hänel, die ein Grußwort aus Gießen gesendet hat.

Die “Hammonia” – Hamburgs Schutzgöttin – ist ein Preis, den der Landesfrauenrat Hamburg einmal im Jahr verleiht. Nun wurde auch ich zur Göttin befördert. Hier ist die Presseerklärung – und hier -> die Rede, die ich nach der Preisverleihung gehalten habe: Hammonia 2025 weiterlesen

Ein Stolperstein für Frida Dannenbaum

Ich bin Patin des Stolpersteins, der in Erinnerung an Frida Dannenbaum 2020 verlegt wurde. Er liegt vor dem Haus, in dem ich ein Jahr lang gewöhnt habe. Dort hatte sich einst der Samuel-Lewinson-Stift befunden, der notleidenden israelitischen Familien ein Obdach bot. Die Nazis funktionierten den Stift zu einem “Judenhaus” um, einem Getto, in dem jüdische Menschen zwangseingewiesen wurden, bevor sie deportiert und ermordet wurden. Ein Stolperstein für Frida Dannenbaum weiterlesen

Nikolauslaufen in Bremen

Mein Vater empfingt in seinem früheren Geschäft am 6. Dezember jedes Jahr die Nikoläusinnen und Nikoläuse

„Sunnerklaus, de grote Mann
Kloppt an ale Dören an,
Lütte Kinner bringt he wat,
Grote Kinner steckt he in ’nen Sack.

Halli Halli Hallo,
so geihts in Bremen to.

Ick bün so’n lütten Könich,
Drum gib mir nicht so wenich.
Drum lass mich nicht so lange stehn,
Denn ich muss noch weiter gehn.

Halli, halli, hallo,
So geiht’s in Bremen to!”

Sollten Kinder mit zur Beerdigung kommen?

Vier Kinder unterschiedlichen Alters stehen vor eiunem Grab, das mit Blumen geschmückt ist.
KI-generiertes Bild

veröffentlicht im Caspary-Journal

„Elena versteht das noch nicht.“ – „John würde nur stören.“ – „Mia bekäme bestimmt danach Alpträume!“ Sätze von Eltern, die so oder so ähnlich immer wieder gesagt werden, wenn die Frage aufkommt, ob Kinder mit zur Beerdigung kommen sollen.

Die Erfahrung zeigt, dass es gut ist, wenn Kinder dabei sind  – und zwar in jedem Alter. Vor allem, wenn jemand sehr nahestehendes gestorben ist wie ein Eltern- oder Großelternteil oder ein Geschwisterkind, tut es Kindern gut, zu sehen, wo die Verstorbenen bleiben. Sollten Kinder mit zur Beerdigung kommen? weiterlesen

Woanders wird anders getrauert

Perspektivwechsel: Abschiedsrituale in anderen Ländern

veröffentlicht im “Caspary-Journal”

“Werden wir sterben, ohne mehr zu tun als zu sterben?
Wozu dient es zu sterben?
Will der Tod wirklich meine Seele?
Es gibt keinen Schatten ohne meinen Namen.”

Das Bld zeigt Laternen, die auf einem Wasser schwimmen.
Laternen zum Obon. KI-generiertes Bild

Worte des chilenischen Dichters Pablo Neruda (1904-1973), die hierzulande nahezu unbekannt sind. Und das ist kein Wunder: Wie Sterben, Tod und Trauer erfahren und bewältigt werden, ist eng mit eigenen Lebensweisen und weitergegebenen Traditionen verbunden. Woanders wird anders getrauert weiterlesen

Der fantastische Bus: Das hätte er besser machen können

Jakob Martin Strid ist ein dänischer Schriftsteller. Außerdem zeichnet er und musiziert. Der 52-jährige hat bereits mehrere Preise gewonnen. Sein Buch „Die unglaubliche Geschichte von der Riesenbirne“ wurde verfilmt.

Sein neuestes Werk “Der fantastische Bus“ wiegt ebenfalls schwer – vor allem an Gewicht: Es bringt 2,5 Kilogramm auf die Waage, umfasst über 200 Seiten und wird in den Medien gefeiert: Die Rezension in der Zeit trägt die Überschrift „Geiler Trip“. Der Merkur schreibt von einem „Kinderbuch-Meisterwerk“. Der Tagesspiegel lobt es als „Schwergewicht“. Der Schriftsteller gibt sich selbstkritisch. Der Süddeutschen Zeitung offenbart er: „Das hätt´ich besser machen müssen.“ Er sei ein bescheidener Meister seiner Zunft, würdigt Journalist Alex Rühle den Dänen.

Ich habe das Buch mit großen Erwartungen für 68 Euro gekauft und meinen beiden jüngsten Enkeln vorgelesen – es ist für Kinder ab vier Jahre ausgewiesen. Danach habe ich entschieden, es zurückzugeben. Der fantastische Bus: Das hätte er besser machen können weiterlesen

Mit dem eigenen Tier in die Ewigkeit reisen

“Wenn Hunde nicht in den Himmel kommen, möchte ich, wenn ich sterbe, dorthin, wo sie sind.”

Ein Satz von Will Rogers, einem US-amerikanischen Entertainer, der auch für seine Tierliebe und sein Engagement für den Tierschutz bekannt war. So wie ihm geht es vielen, die Tiere lieben: Es kann ein tröstlicher Gedanke sein, mit Hund, Katze oder Pferd auch im Tod vereint zu sein. Mit dem eigenen Tier in die Ewigkeit reisen weiterlesen

Grußwort zum Safe Abortion Day 2025

Landesparteitag Die Linke Hamburg, 28. September 2025

Heute spreche ich als Gästin, weil heute der Safe Abortion Day ist. Den haben Aktivist.innen der Pro-Choice-Bewegung nach Deutschland geholt. Er hat seine Wurzeln in Lateinamerika. Der 28. September war der Tag, an dem im Jahr 1871 das brasilianische Parlament das Recht auf freie Geburt von Kindern verabschiedet hatte. Ein wichtiger Schritt zur Abschaffung der Sklaverei. Grußwort zum Safe Abortion Day 2025 weiterlesen

Buch “99 Fragen an den Tod”

 

Buchtitel "99 Fargen an den Tod"Erschienen im Caspary-Journal August 2025

Abgesehen vom eigenen Tod begleitet – statistisch gesehen – jeder Mensch in seinem Leben fünf andere Menschen aus dem eigenen Umfeld beim Sterben, bzw. wird mit deren Tod konfrontiert.

Das ist fast immer eine Ausnahmesituation und viel zu oft bleiben Betroffene mit ihren Fragen allein. Sie fühlen sich nicht oder unzureichend informiert. Wann darf man eigentlich was fragen? Wer gibt zum richtigen Zeitpunkt gute Antworten?

Das nahezu zeitlose Buch „99 Fragen an den Tod“ bietet eine gute Orientierungshilfe. Die Auswahl haben die Palliativmedizinerin Prof. Dr. Claudia Bausewein und der Psychotherapeut Rainer Simander getroffen. Sie haben Fragen gesammelt, die ihnen immer wieder begegnen, wenn sie Sterbende und deren Angehörige begleiten – und Antworten gegeben.

Der Vorteil des Buches ist, dass man keinen Mut benötigt, um hineinzuschauen. Keine Frage ist unangenehm oder falsch. Man kann darin stöbern, Fragen überblättern oder es auch erst einmal ganz ins Regal stellen. Wir empfehlen das Buch, weil wir oft spüren, dass Fragen offen bleiben, wenn wir Angehörige begleiten.
288 Seiten, Droemer Verlag.
Gebunden: 29 Euro, Taschenbuch 13 Euro, eBook 9.99 Euro

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