
„Kersten nimmt den Unterricht sehr ernst. Ihre Hausaufgaben verrichtet sie zuverlässig und ordentlich.“ – Es handelt sich um einen Satz, den meine Grundschullehrerin in mein erstes Zeugnis geschrieben hat. Ich habe mir oft mein Ich mit sechs Jahren vorgestellt, das todernst am Gruppentisch im Klassenraum sitzt und sich bemüht, dem Unterricht zu folgen, und alles unternimmt, um gute Ergebnisse zu erzielen.
Was mir in der Grundschulzeit nicht schwer viel. Ich hatte zwar nur wenige Einsen, dafür umso mehr Zweien. Ich war zufrieden damit und meine Eltern offenbar auch. Welche Rückmeldungen ich zuhause bekam, daran kann ich mich nicht mehr erinnern. Aber daran, dass ich einmal mit einem Zeugnis aus der Schule kam und es unserem Dorfpolizisten Herrn Thiel vorzeigte, der gerade vor seiner Wache stand, an der ich täglich zweimal vorbei musste. Herrn Thiel mochte ich sehr gern. Ich habe ihn einige Male in seiner Wache besucht, die trockene Büroluft geschnuppert und die Paperstapel und Ordner bewundert. Dass er da durchblickte! Ich durfte auch auf seiner Schreibmaschine tippen. Herr Thiel war immer sehr nett zu mir. Kein Polizist hat es jemals wieder geschafft, solche Sympathien bei mir zu wecken. Der Fransenkamm weiterlesen

Ich bin Jahrgang 1964, kam also 19 Jahre nach Kriegsende auf die Welt. Über Politik wurde zuhause wenig geredet, schon gar nicht über Nazis. Dass
Meine Recherchen haben ergeben, dass er eine verkürzte Fassung des Hitler-Zitates „Der wahre Sozialismus aber ist die Lehre von der härtesten Pflichterfüllung“ darstellt. 76 Jahre nach dem Zweiten Weltkrieg, der über 70 Millionen Menschen das Leben gekostet hat, die meisten in der Sowjetunion und China, steht das unbehelligt über der Haustür einer Kinderbetreuungseinrichtung; offenbar auch noch aufwendig renoviert.
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Zurzeit wird das neue Buch von Sahra Wagenknecht, „Die Selbstgerechten“ innerhalb der LINKEn heiß diskutiert. Anlass ist die Landesvertreter*innenversammlung der NRW-LINKEn am 10. April, bei der ide Landesliste für die Bundestagswahlen aufgestellt wird. Sahra kandidiert für Platz 1, was viele verhindern möchten. Viele andere wollen sie dort unbedingt sehen. Ansonsten, so lauten Befürchtungen, die ich unter anderem auf Facebook gelesen habe, hätte DIE LINKE keine Chance bei den Wahlen. Eine gewagte These, wie ich finde. weil sie nämlich nicht belegt wird. Als Meinungsäußerung ist sie natürlich okay. Eine weitere Behauptung kursiert, dass Sahra keine Linke mehr sei, sondern mittlerweile eine Rechte. Sie bekenne sich zum Konservatismus und ihre Aussagen zu Migration klingen, als würden sie aus dem Mund von AfD’lern kommen. In diesem Texte soll es vor allem darum gehen, dass man Behauptungen auch belegen soll. Daran kann die Glaubwürdigkeit gemessen werden. 

