Ab jetzt wird entdeckt!

rotepuppeAn meiner Leselampe hängt eine rote Puppe. Ich habe sie mit einem dünnen Bindfaden aufgehängt in der Hoffnung, dass sie meinen Enkel interessieren möge. Nun ist es soweit: Neugierig schaut er sie an.

Er greift nach ihr – leider ins Leere. Denn die Puppe wackelt und schwingt, und die kleinen Finger sind noch nicht so schnell, dass sie das Objekt rechtzeitig umfassen.

Und als wenn sie das Vorhaben unterstützen könnten, bewegen sich jetzt auch Beinchen und Füßchen. Sein ganzer Babykörper arbeitet konzentriert an dem Plan, die Puppe an sich zu ziehen. Dann greifen die Hände erneut zu – und fassen endlich ein Puppenbein. Was für ein Erfolg! Was für eine Leistung! Ab jetzt wird entdeckt! weiterlesen

1. Mai: Polizei sperrt Gewerkschaftshaus

dsc_6911Die Polizei verweigerte GewerkschafterInnen am Tag der Arbeit, den 1. Mai, den Zutritt zum Hamburger Gewerkschaftshaus. Tausende von Menschen demonstrierten zuvor auf der Straße zum Besenbinderhof.

Sie machten mit Transparenten und Aktionen auf die Missstände in der Arbeitswelt aufmerksam. Zum Beispiel auf die Geheimverhandlungen vom das Freihandelsabkommen TTIP, und darauf, dass der gesetzlichen Mindestlohn für alle gelten muss.

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Kein Ende der Superlative

img_4278Die Koffer sind gepackt, das letzte Frühstück im achten Stock des Peace Hotels eingenommen. Wir starten zu unserer letzten Station, bevor es mit dem Flieger nach Hause geht: Termin beim Frauenverband. Xu Feng und Li Rong empfangen uns am Eingang des Hauses, das der Shanghai Women’s Federation gehört. Frau Xu /(spricht man „Kschü” aus) ist erst seit kurzem Vorsitzende. Vorher war sie in der Behörde für die Lebensmittelüberwachung tätig und davor stellvertretende Generalsekretärin des Jugendverbandes. Wir waren die erste ausländische Delegation, die sie empfangen hat.

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Fische retten in Zhujiajiao

img_3808Das Wetter ist nicht viel besser als gestern, aber es regnet wenigstens nicht. Ich habe sechs Stunden geschlafen und wache das erste Mal so rechtzeitig auf, dass ich es zum Frühstück schaffe. Heute geht es in ein Wasserdorf. Es heißt Zhujiajiao und gilt als “Venedig Shanghais”. Es gibt nur noch wenige dieser alten Orte. Die Menschen siedelten sich früher direkt am Lauf eines Flusses an. Entlang der Wasserstraße entstand dann das Dorf. Das Fortbewegungsmittel war ein Boot. Der Fluss ernährte sie. Heute sind chinesische Wasserdörfer eine touristische Attraktion. Der Vorteil: Die Menschen, die hier wohnen, verdienen damit ihr Geld. Fische retten in Zhujiajiao weiterlesen

Blütentee, Quallensalat und Wachtel-Eier

img_3715Shanghai, halb zehn morgens, Regen. Und zwar richtig. Und es hört den ganzen Tag nicht auf. Ausgerechnet an dem Tag, an dem wir ein bisschen Freizeit vom Protokoll her haben, muss es hier pieseln? Das ist echt gemein. Das Hotel stellt uns Schirme zur Verfügung. Blütentee, Quallensalat und Wachtel-Eier weiterlesen

“Es gibt nicht ein Shanghai, es gibt Dutzende!”

img_3646Dritter Tag Shanghai und  wieder ein volles Programm: um 9 Uhr sind wir zum Tiefseewasserhafen gefahren, der nur über eine 30 Kilometer lange Brücke zu erreichen ist. Er wurde auf einer Insel errichtet, damit auch die großen Pötte die Metropole anlaufen können. Dafür wurden Tausende von Menschen umgesiedelt. Jetzt stehen hier Kräne dicht an dicht, die Container stapeln sich. Es ist der größte Tiefseewasserhafen der Welt.
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Zweiter Tag in Shanghai: Fünf Gespräche und ein Gesang

img_3598Unser zweiter Tag in Shanghai. Neun Uhr morgens Frühstück (in Hamburg war es drei Uhr nachts!). Zwölf Uhr Empfang beim Shanghai Volkskongress – hier sieht man mich auf dem Foto mit Herrn Wu, dem Vize-Vorsitzenden). 14 Uhr Gespräch in der Umweltbehörde, 15.30 Uhr Gespräch bei der Erziehungskommission, 18.30 Uhr Empfang bei der “China`s Peoples Political Consultative Conference“. Was das ist, erkläre ich weiter unten.

Erst einmal der Reihe nach.

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In Shanghai angekommen

img_3582Es ist keine Übertreibung, wenn Menschen von der Dimension Shanghais erzählen. Bestimmt eine halbe Stunde dauerte der Landeanflug auf die 22-Millionen-Stadt. Das Häuser-Meer wollte nicht enden. Was für eine irre Stadt. Stadt? Mega-City! Hier stehe ich vor dem Bankenviertel, mitten im – im Wortsinn – pulsierenden Shanghai! In Shanghai angekommen weiterlesen

Gefährliches Marketing mit dem Protest

675px-warnung-svg_Sie demonstrieren immer montags. Für den Frieden. Das ist eigentlich schön, und viele, die ich näher und auch entfernt kenne, machen mit oder finden diese neue Montagsdemo-Welle gut. Ich kenne allerdings auch viele Menschen, die  vor dieser Bewegung warnen. Die sie als antisemitisch und neurechts bezeichnen und als populistisch. Krude Verschwörungstheorien würden hinter den Appellen für Frieden stehen.

Muss ich mich auch damit befassen, habe ich mich gefragt? Muss das für mich ein Thema sein? Ja, ich wurde neugierig. Was ist das für eine Bewegung, die wie aus dem Nichts gekommen zu sein scheint und an die Tradition der Leipziger Montagsdemos und der Anti-Hartz-IV-Proteste anschließt? Ich habe mich auf die Suche gemacht.

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Letzte Reisevorbereitungen

foto1Nächsten Dienstag geht es los: Ich fliege für fünf Tage nach Shanghai. Es ist eine Delegation der Bürgerschaft, an der ich teilnehme, aus allen Fraktionen kommen Abgeordnete mit. Die Vorbereitungen waren kleinteilig. Auch wenn ich angeblich alles mit Kreditkarte bezahlen kann, ist mir Bargeld wichtig – also habe ich Hundert Euro eingetauscht und bin jetzt in Besitz der ersten Renminbi meines Lebens. Sie zu bekommen, ist gar nicht so einfach – zumindest die HASPA half nicht weiter. “So seltene Währung haben wir nicht vorrätig”, hieß es in der Filiale Buchardstraße. Dass China der zweitwichtigste Handelspartner für Hamburg ist, ist dort ganz offenbar noch nicht angekommen. Peinlich – oder? Dafür har mich die Reisebank am Hauptbahnhof dann unbürokratisch versorgt.

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