Urlaub mit den Enkeln – anstrengend schön

Ich habe schon oft Paare gesehen, die mit kleinen Kindern, die ganz offenbar ihre Enkelkinder gewesen sind, Urlaub machten. Ich habe mir bislang wenig dabei gedacht, außer dass es eben Großeltern mit ihren Kindeskindern sind. Das ist jetzt vorbei. Denn wir haben das erste Mal Urlaub mit unseren beiden Enkeln gemacht. Bitte: Wenn Sie künftig Menschen mit kleinen Kindern sehen, die ganz offenbar die Großeltern dieser Kinder sind, seien Sie aufmerksam. Seien Sie freundlich. Seien Sie zugewandt. Schauen Sie so, dass diese Menschen das Gefühl bekommen, dass sie gerade etwas ganz Außergewöhnliches machen. Mehr lesen

Arbeit verstehen

img_8074Nun ist er zwei Jahre alt, kann ganze Sätze sprechen und verschiedene Lieder anstimmen. Von „Oh Tannebaum“ singt er komplett die erste Strophe. Ich vermute, das Lied wird uns auch noch im Sommer begleiten. Mein Enkel wiegt fast 15 Kilogramm, hat lange blonde Locken, ist ziemlich kitzelig und zieht gern Grimassen. Er kennt die Vornamen seiner Großeltern, seiner Eltern und der Kinder seiner Krippengruppe. Den Namen eines FC St. Pauli-Kickers schreit er, wenn er einen Ball in ein Tor kickt. Groß ist er geworden. Mit viel Persönlichkeit.  Mehr lesen

Familienfeiern

Wenn sehr alte Menschen Geburtstag feiern, kommen meist andere alte Menschen zum Gratulieren vorbei. Es wird Kaffee mit 20-prozentiger Sahne getrunken, Kuchen und Torte gegessen und vielleicht ein Glas Likör oder Korn getrunken. Die erwachsenen Kinder sind da und sorgen dafür, dass die Gäste stets ein volles Glas haben und die mitgebrachten Blumensträuße einen Platz in einer Vase erhalten. Das Geburtstagskind trägt eine schicke Bluse oder hat ein frisch gebügeltes Hemd angezogen Mehr lesen

Wir sind anti-einkaufen

Wer zulässt, dass Kinder durch die Gänge schieben und auf Augen- und Griffhöhe in einen Einkaufswagen einladen können, riskiert entweder Chaos oder Geschrei. Oder dass Eltern, resp. Großeltern, nicht mehr dort einkaufen gehen, weil Megastress mit dem Nachwuchs programmiert ist. Quengelware all überall. Selbstverständlich kann kein Kind bestimmen, was eingekauft wird und wie lange man sich im Geschäft aufhält. Das ist ein Naturgesetz. Wir haben heute das Gegenteil gemacht. Mehr lesen

Emmas Taufe

Wir sind wieder einmal nach Bremen gefahren, diesmal zu viert: Opa, Oma, Mama, Enkel-Sohn. Der Anlass: Die Tochter meiner kleinen Schwester wird getauft. Es ist das erste Mal, dass mein Enkel eine religiöse Zeremonie erlebt. Wir üben auf der Bahnfahrt nach Bremen den Namen „Emma“. Er kann ihn zwar schon, weil ein Kind aus seiner Kita so heißt. Ob er deswegen auch seine Cousine so nennen wird, ist fraglich. Mehr lesen

Wenn der dicke Tanzbär streikt

oskarstreiktUpdate 16.5.  (Fotos aus dem Jahr 1989 eingefügt) Zart bläst er in die Trillerpfeife, entlockt ihr ein leises Tönchen. Sie ist rot, aus Plastik und trägt ein Gewerkschafts-Emblem. Es ist Streik. Die Beschäftigten der Sozial- und Erziehungsdienste sind im Ausstand. Mein Enkel macht mit, an seinem Kinderwagen weht eine selbst gefertigte Flagge. Er besucht seine Erzieherinnen auf der Kundgebung vorm Gewerkschaftshaus und lässt sich fahren, als sich der Demonstrationszug in Bewegung setzt. Mehr lesen

Sonnenfinsternis und Frühlingsanfang

Heute habe ich meinen Enkel das erste Mal in die Kita gebracht. Es ist Frühlingsanfang. Gestern ist er 14 Monate alt geworden. Mein Einsatz erfolgte unerwartet, um halb acht vibrierte das Smartphone. Klar, mache ich gerne, Zeit habe ich auch.

An der Haustür werde ich erwartet. Der Steppke steht an der Schwelle und schaut, wer die enge, knarzende Treppe de alten Hauses hochsteigt. Ich werde erkannt und angelacht. Wir müssen uns beeilen. Er soll vor halb neun in der Kita sein, damit er mitfrühstücken kann. Mehr lesen